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Pfälzer Mundart

Der Pfälzer Dialekt ist etwas Besonderes in der deutschen Sprachwelt! Viele Besucher der Pfalz haben bei verschiedenen Situationen durchaus Verständigungsschwierigkeiten. Eine Auswahl an typischen Redewendungen soll hier eine Hilfestellung geben, ob auf einem unserer Feste oder einfach nur beim Einkauf bei Bäcker, Metzger oder im Hofladen, oder wenn man in der Pfalz irgendwo sitzt und bekommt ein Gespräch zwischen Einheimischen mit. Da der Pfälzer von Natur aus ein geselliger, freundlicher und geduldiger Mensch ist, gehen Sie einfach frisch an's Werk, dann ist Ihnen beim nächsten Pfalzbesuch ein Schulterklopfen vom Nebentisch sicher. Der Pfälzische Dialekt ist nicht einheitlich und unterscheidet sich sogar von Ort zu Ort, wobei sich der Pfälzer, egal aus welcher Pfälzischen Gegend er kommt, sehr gut untereinander versteht.

alla hopp Also gut
ä Fescht feire Ein Fest feiern
guggemol wie der ä Gsicht macht schau mal wie der ein Gesicht macht
do war ich schun emol hier war ich schon einmal
vun allem ebbes von allem etwas
Mutterschprooch Muttersprache
Guck emol do iwwe schau einmal dort drüben
dess Esse esch hääs, verbrenn der nit die Schnut das Essen ist heiß, verbrenne dir nicht den Mund
känner wäß wu der herkummt keiner weiß wo der (zB Der Mann) herkommt
s'esch schaad dasser nit noch a bissl bleiwe kin es ist Schade dass Ihr nicht noch ein wenig bleiben könnt
jetzt missemer awwer geh jetzt müssem wir aber gehen
Kinnerschees Kinderwagen
Bubbeschees Puppenwagen
Duwakschuppe Tabakscheune
Im Duwakschuppe wärren die Duwakblädder zum driggle uffghängt Im Tabakschuppen werden die Tabakblätter zum Trocknen aufgehängt.
nunner oder ennab (fahre) hinunter fahren (z.Bsp.den Berg)
Rumkrakeele / hännle/ dischbediere Krach machen / herumschreien
druff babbe aufkleben
Keschde Kastanien, Eßkastanien
Lewwerworscht Leberwurst, isst der Pfälzer in der Hauptsache mit frischem Schwarzbrot und genießt dazu einem Schoppen Wein. Auch zu Pellkartoffeln schmeckt die Lewwerworscht ganz gut.
Grieweworscht Griebenwurst oder auch Blutwurst genannt. Hier gilt das gleich wie bei der Leberwurst.
Saumaache Des Einheitskanzlers Lieblingsgericht. Der Schweinemagen wird gut gereinigt und gefüllt. Bei der Füllung kann man seiner Phantasie freien lauf lassen. Die Regel sind aber Hackfleisch und kleingewürfelte Kartoffeln oder Eßkastanien.
Metzelsupp Oberbegriff für das Schlachtfest. Als Suppenbezeichnung für die “Worschtsupp“.
Kesselfläsch In der zukünftigen Worschtsupp abgekochtes Schweinefleisch, wird mit Sauerkraut und Brot gegessen.
Worschtsupp Die Flüssigkeit in der die Leberwurst, Griebenwurst und das Kesselfleisch gar gekocht wird. Am besten schmeckt die “Worschtsupp“ wenn der eine oder ander Wurstdarm beim Kochen aufplatzt.
Henner? Sol heißen: Haben Sie ....? Die Frage eines Pfälzers beim Einkaufen in einem Geschäft nach einem bestimmten Artikel.
Nä hemmer nimmie, kriege mer ach nimmie rei. Die Antwort des Pfälzer Verkäufers: “Nein Haben wir nicht mehr und bekommen wir auch nicht mehr geliefert.“
Nä hemmer nimmie, kimmer awwer fer se bestelle. Kummense äfach negscht Woch nochemool, dann mist's do sei. Oder auch: “ Nein haben wir nicht mehr, wir können aber (den Artikel) für Sie bestellen. Kommen Sie einfach nächste Woche nochmal, dann müßte er da sein.“
De Borschemäschder Der Bürgermeister
War de Briefbott schun do War der Postbote schon da
Brootwurschd/Brootwerschd Bratwurst / Bratwürste
Riwwelkuuche Streußelkuchen
Gedees, Mach doch kä Gedees zu viele Worte um etwas machen, Aufruhr oder durcheinander machen