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Zeiskam

Zeiskam mit seinen rund 2200 Einwohnern gilt als eine der ältesten Gemeinden des Landkreises Germersheim. Die erste urkundliche Erwähnung reicht in das Jahr 774 zurück. Als Zwiebel- und Gemüsedorf hat sich Zeiskam seither einen Namen gemacht. Die Gemeinde weist große landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 499 ha Fläche auf. Die Zwiebel steht als Symbol für das schöne Dorf, die freundlichen Menschen und schmückt das Ortswappen. Die beiden Kirchen, katholisch und evangelisch, bilden das Ortszentrum.

In Zeiskam lässt es sich gut leben. Maßnahmen zur Dorfentwicklung greifen. Das zeigen auch die wachsenden Neubaugebiete und einige Erst- und Zweitplatzierungen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Ob evangelisch oder katholisch, hier stehen jeweils Kindertagesstätten beider Konfessionen zur Verfügung, die von jungen Familien gerne genutzt werden. Auch die Grundschule bietet ein zeitgemäßes Betreuungsprogramm nach der Schule mit Mittagessen. Eine Institution ist auch die katholische öffentliche Bücherei der Gemeinde, die schon 1869 erstmals erwähnt wurde, mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen. Neben Rad- und Wanderwegen ist Zeiskam auch an die Südpfalz-Draisinenbahn angeschlossen, die vom Bornheim nach Lingenfeld führt und am Ortsrand einen Halte- und Einkehrpunkt hat.

Feste und Hoheiten

“S´allerbeschde sin Zäskämer Feschde“ – mit diesem Motto lädt die Gemeinde jedes Jahr zu zahlreichen Festveranstaltungen ein. Zu erwähnen sind beispielsweise das Pfingstturnier des Reit- und Fahrvereins, das “Zwewwelfescht“ und die “Zäskämer Kirwe“ mit ihrem bunten Rahmenprogramm, das Wein- und Musikfest sowie das Wein- und Kelterfest. Die ortsansässigen Vereine und engagierte Bürger tragen entscheidend zum Gelingen dieser weit über die Ortsgrenzen bekannten Veranstaltungen bei.

Anlässlich der 1225-Jahrfeier des Zwiebeldorfs im Jahr 1999 wurde zum ersten Mal eine Zwiebelkönigin in Zeiskam inthronisiert. Mit ihren Insignien, dem Zwiebelzepter und der Krone, repräsentiert sie während ihrer zweijährigen Amtszeit die Gemeinde und macht sie über ihre Grenzen hinaus bekannt. Seit 2006 steht der Königin zur Unterstützung eine Zwiebelprinzessin zur Seite, die regelmäßig deren Nachfolge antritt. Gemeinsam vertreten diese Hoheiten Zeiskam mit Würde und Anmut.

Partnerschaften mit Frankreich und Italien

Seit vielen Jahren pflegt Zeiskam Partnerschaften mit Gemeinden in Frankreich und Italien. Die Verbindung zu Monts sur Indre, 6000 Einwohner, in der Nähe der Großstadt Tours im Loire-Tal wurde 2009 offiziell besiegelt. Die Gegend ist für ihre Schlösser berühmt. Im Chateau de Candé von Monts heiratete der englische König Eduard VIII. 1937 die bürgerliche Amerikanerin Wallis Simpson und verzichtete damit auf den Thron.

Bereits seit 2001 hat Zeiskam eine offizielle Partnerschaft mit der Gemeinde Roccastrada in der Toskana, etwa 50 km westlich von Siena gelegen. Roccastrada, 9200 Einwohner, eingebettet in eine reizvolle Landschaft, blickt auf eine lange Geschichte als römisches Castrum zurück. Im 14. Jahrhundert kam es unter die Herrschaft der Stadt Siena, im 16. Jahrhundert gehörte es zum Herrschaftsgebiet der Medici. Auch heute noch ist es zum Teil von seinen alten Stadtmauern umgeben und hat sich seine ursprüngliche Atmosphäre bewahrt.

Zwischen Zeiskam und seinen Partnergemeinden herrscht lebendiger Austausch. Offizielle Delegationen besuchen sich gegenseitig. Auch auf privater und Vereinsebene gibt es rege Kontakte.

Geschichtliches und Wappen

Der Ort wurde 774 erstmals im Lorscher Kodex urkundlich erwähnt und war Stammsitz der „Edlen von Zeiskam“ 960–1604, deren letzter Vertreter Wilhelm Christof hieß. In der Nähe von Zeiskam stand die Komturei Heimbach des Johanniterordens. Sie wurde im Pfälzischen Bauernkrieg 1525 zerstört.
Das Ortswappen geht auf ein Siegel von 1571 zurück. Es zeigt zwei gekreuzte Gemüsezwiebeln, das schwarze „Z“ für Zeiskam sowie das Emblem des Klosters Heimbach.

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