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Knittelsheim

Die mit rund 1020 Einwohnern kleinste Gemeinde der Verbandesgemeinde wurde im Jahr 808 im „Weißenburger Codex Traditionum“ erstmals urkundlich erwähnt und feierte 2008 ihr 1200-jähriges Jubiläum. Archäologische Funde deuten jedoch auf eine viel frühere Besiedlung von „Cnutilesheim“ – so der Name von Knittelsheim im 9. Jahrhundert - hin.

Der Besucher erblickt von Landau her kommend ein geschlossenes Ortsbild. Der „Römerplatz“ mit der Kreuzigungsgruppe aus dem Jahr 1816 bildet die Ortsmitte. Hier findet man reizvolle historische Fachwerkshäuser und einen alten Bestand an Kastanienbäumen. Ehemals von Landwirtschaft geprägt, hat sich Knittelsheim zu einer ansehnlichen Wohngemeinde entwickelt, in der es sich angenehm leben lässt. Durch die Erschließung des Neubaugebietes „Im Mittelsand“ wurde Wohnraum für junge Familien geschaffen. Die Ausweisung eines weiteren Gebietes ist vorgesehen.

Dementsprechend ist die katholische Kindertagesstätte gut besucht. Neben dem Jugendtreff und Sportplatz ist auch die Gemeindebücherei eine viel genutzte Einrichtung der Gemeinde.

Radwandern – Freizeit und Natur genießen

Radeln in landschaftlich reizvoller Lage, ohne große Steigungen ist in und um Knittelsheim auf einem gut ausgebauten Radwegenetz in allen Himmelsrichtungen möglich - ideal für die ganze Familie oder auch für Senioren. Nimmt man die „Knittelsheimer Mühle“ als Ausgangspunkt, kann man sich dort ein Rad leihen und die Knittelsheimer Flur erkunden, durch die viele überregionale Radwegeverbindungen führen.

Eine Besonderheit sind die Queichtalwiesen zwischen Knittelsheim und Ottersheim. Sie werden an insgesamt 6 Tagen im Jahr bewässert. Eine seit über 500 Jahren praktizierte Technik, bei der die Queich an mehreren Stellen angestaut und das Wasser über Bewässerungsgräben in die Wiesen geleitet wird. Diese Bewässerung sichert den Landwirten gute Heuernten, und es können Pflanzen und Tiere hier leben, die auf Feuchtigkeit angewiesen sind.

Besonders deutlich wird dies am Beispiel des Weißstorchs, der seit 2001 wieder erfolgreich brütet – auch mit Unterstützung der Storchenfreunde Knittelsheim, die allein zwölf Nester angelegt und zwei webcams installiert haben, mit denen man die Störche gut beobachten kann. Zur Unterstützung von Aufzucht und Pflege werden auch Storchenpatenschaften angeboten. Machen Sie sich selbst ein Bild und lesen Sie mehr unter www.knittelsheim-storch.de oder auch auf Facebook.

Hoheit und Festlichkeiten

Die Knittelsheimer „Katzen“, wie sie sich selbst nennen, werden ihrem Ruf gerecht und sind, wie es ihr Name vermuten lässt, sehr agil und vielseitig engagiert. Alle zwei Jahre küren sie anlässlich der Knittelsheimer Kerwe das „Knillsemer Kätzel“ als Symbolfigur der Gemeinde. Bei ihren zahlreichen öffentlichen Auftritten repräsentiert diese Hoheit anmutig das über 1200 Jahre alte, historisch gewachsene Dorf.

Neben sportlichen Wettkämpfen, nicht zuletzt auf dem Fußballplatz, wird in Knittelsheim auch gerne gefeiert. Die Gemeinde ist bekannt für ihr Flammkuchenfest, das bei Einbruch der Dunkelheit mit dem Johannisfeuer seinen Höhepunkt erreicht. Die Gäste aus dem Umkreis genießen Flammkuchen in allen Variationen und weitere regionale Spezialitäten.

Partnerschaft mit Ungarn

Im Oktober 2006 hat Knittelsheim eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Bösarkánay besiegelt. Der Ort liegt in der sogenannten Kleinen Ungarischen Tiefebene östlich der österreichischen Grenze. Ein aufstrebender Wirtschaftszweig in der Region ist der Tourismus mit Moorrekonstruktionen, einem Freizeitzentrum mit Badesee und Ferienhäusern. Wechselseitige Besuche beleben die Partnerschaft.

Geschichtliches und Wappen

Das Dorf Knittelsheim weist ein hohes Alter auf. Die erste urkundliche Erwähnung geht nach dem „Weißenburger Codex Traditionum“ auf das Jahr 808 zurück. Archäologische Funde weisen jedoch bereits auf eine Besiedlung in der Römerzeit hin. Im Ort, am Römerplatz, hat die Gemeinde zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege ein Ehrenmal errichtet.
Das Wappen geht auf ein Siegel aus dem Jahr 1730 zurück. Seine Beschreibung lautet: „In Silber drei vom Schildfuß aufsteigende grüne Schilfrohre mit braunen Schilfkolben, deren mittleres von den beiden äußeren, schrägrechts und -links überhöht wird, belegt mit einem blauen Hufeisen mit abwärts gekehrten Stollen, in das der mittlere Schilfkolben hineinwächst“.

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