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Bellheim

Bellheim als Verwaltungssitz der gleichnamigem Verbandsgemeinde ist mit rund 8.500 Einwohnern das größte Dorf im Landkreis Germersheim. Es liegt in der Oberrheinischen Tiefebene und der Südpfalz verkehrsgünstig zwischen der Kreisstadt Germersheim und Landau in der Pfalz (Stadtbahnanbindung nach Karlsruhe). Die hervorragende Ausstattung mit diversen  Sportanlagen, Spielplätzen und dem großzügigen beheizten Freischwimmbad, dem Schwimmpark,  sowie einem regen Vereinsleben mit vielen Festen,  machen es zu einer sehr attraktiven Wohngemeinde. Einmalig im Landkreis Germersheim ist auch die Sternwarte, die mit monatlichen Sternenbeobachtungen unter fachmännischer Anleitung immer mehr Interessenten anzieht.

Vereinsleben und Hoheit

Bellheim hat ein ausgeprägtes Vereinsleben, sowohl im sportlichen, kulturellen, als auch im musikalischen Bereich. So kümmert sich der Kulturverein Bellheim, der sich die Förderung von Kunst und Kultur auf die Fahnen geschrieben hat,  seit einiger Zeit mit großem Engagement  um die Erhaltung und Renovierung des Sägewerks Mittelmühle. Es soll als wassergetriebenes Industriemuseum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kulturverein kreierte auch das „Bellemer Grumbeerfeschd“ – alles rund um die Kartoffel - das inzwischen zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender geworden ist.

Ein Highlight im Veranstaltungsreigen sind die jährlich an Pfingsten stattfindenden Bellheimer Gartentage im Spiegelbachpark, der „grünen Lunge“ Bellheims, die vom Gewerbeverband organisiert werden. Tausende von Gartenliebhabern strömen dann hierher und lassen sich von dem reichhaltigen Angebot „rund um den Garten“ inspirieren.

Unter der Ägide der „Gemeinschaft Bellheimer Vereine“, einer Art Dachorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat in Gemeinschaftsaktionen die Gemeinde nach außen zu vertreten, finden jedes Jahr z.B. der Nikolausmarkt, die Bellheimer Kerwe mit einem Bauernmarkt und das Bockbierfest mit der Wahl des Bellheimer Lords statt. Diese Hoheit ist die Symbolfigur Bellheims, die die Gemeinde nach außen als sympathisches Aushängeschild verkörpert und Identität nach innen schafft. In seinen Insignien spiegeln sich der Zusammenhalt der Gemeinde, der örtlichen Vereine und die große Tradition der Braukunst in Bellheim wider.

Partnerschaften mit Frankreich und Polen

Die Gemeinde hat zwei Städtepartnerschaften. Seit 1994 gibt es intensive Kontakte zur französischen Gemeinde Le Perray en Yvelines, das in der Ile de France  im Departement Yvelines liegt. Seine Lage nahe einem der schönsten Wälder Frankreichs macht es besonders reizvoll. Seit Herbst 2002 unterhält die Gemeinde auch eine Partnerschaft zum polnischen Kozmin Wiekopolski in Zentralpolen. Die Gegend um Kozmin ist landwirtschaftlich geprägt, es gibt jedoch auch viele mittelständische Unternehmen. Beide Partnerschaften sind geprägt von intensiven wechselseitigen Kontakten und Begegnungen aller Art,  in Deutschland, Frankreich und Polen.

Geschichtliches und Wappen:

Erste urkundliche Erwähnung findet Bellheim im Lorscher Kodex am 12. Juni 774. Im späten 18. Jahrhundert gehörte Bellheim zu Frankreich und durch Napoleon an französisches Recht gebunden. Im Zuge der Europäischen Neuordnung kam Bellheim 1816 an Bayern. Am 13. Juni 1848 fand hier ein Gefecht zwischen den Freischaren und Truppen der Festung Germersheim statt. Das Wappen der Gemeinde geht auf ein Siegel des 15. Jahrhunderts zurück, das die Embleme der kurpfälzischen Territorialherrschaft zeigt, den Löwen und die Rauten. Zudem weist es das goldene Gemarkungszeichen auf, das man heute noch auf Grenzsteinen findet.

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